McKenzie Methode

Die McKenzie Methode, auch MDT (Mechanical Diagnosis & Treatment) genannt, wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jh. von Robin McKenzie entwickelt.

McKenzie Methode

Bei diesem Klassifizierungssystem erfolgt eine Einteilung in drei Syndrome sowie die Subgruppe «ANDERES». Die drei Syndrome lauten: Derangement, Dysfunktion und Haltung.
Sie basieren auf einer symptomatischen und mechanischen Reaktion, wobei das Phänomen der Zentralisierung mittels einer bevorzugten Richtung verstanden wird. Anhand repetitiver Bewegungen wird die Evaluation vorgenommen sowie die Unabhängigkeit des Patienten gestärkt. Möglicherweise erforderliche manuelle Techniken des Therapeuten werden auf ein Minimum reduziert.

DERANGEMENTSYNDROM

Das am häufigsten auftretende Syndrom mit einem breitgefächerten klinischen Muster.
– Der Schmerz kann lokal empfunden werden, übertragen, an der Nervenwurzel oder eine Kombination daraus.
– Die Symptome können dauerhaft sein oder mit Unterbrechungen auftreten.
– Bestimmte Bewegungen oder Körperhaltungen können die Symptome verstärken/verringern, zentralisieren/peripheralisieren, hervorrufen/verschwinden lassen.
– Mechanisches Auftreten in Verbindung mit eingeschränkter Beweglichkeit oder einer Obstruktion der Bewegung.
– Es können Verschiebungen gegeben sein: Kyphose, Hyperlordose, lateral Shift.

DYSFUNKTIONSSYNDROM

Hervorgerufen durch eine mechanische Deformierung aufgrund des strukturell beeinträchtigten Gewebes. Kann das Ergebnis eines vorausgegangenen Traumas, entzündlicher oder degenerativer Prozesse etc. sein.
Wichtigstes Merkmal ist eine schmerzhafte endgradige Bewegungseinschränkung.
– Zeitdauer von mindestens 8-12 Wochen.
– Lokalisierter Schmerz außer bei Verwachsungen an der Nervenwurzel.
– Intermittierender Schmerz. Tritt bei Belastung des betroffenen Gewebes auf.
– Eine geeignete repetitive Bewegung führt zu Symptomen, jedoch ohne Verschlimmerung.

HALTUNGSSYNDROM

Hervorgerufen durch eine mechanische Deformierung des Gewebes oder vaskuläre Insuffizienz infolge langanhaltender ungünstiger Haltung oder Haltungsstress mit Auswirkungen auf die Gelenkstruktur oder kontraktile Funktion.
– Meist bei jüngeren Patienten
– Bewegungsmangel
– Lokale und intermittierende Symptome
– Schmerzfreie Bewegung oder Aktivität
– Schlechte Haltung – Kopf nach vorne, Rundrücken, reduzierte Lordose
– Keine Einschränkung der Beweglichkeit

Für die Ermittlung des jeweiligen Syndroms ist die Anlage eines detaillierten Evaluierungsbogens mit den folgenden Angaben erforderlich:
– Krankengeschichte des Patienten: derzeitige Symptome, Zeitpunkt des erstmaligen Auftretens, Auslöser, Beschreibung, Häufigkeit etc.
– Spezifische Fragen: Medikamente, Röntgenuntersuchungen, Operationen, Unfälle etc.
– Untersuchung: Haltung, bei Bedarf neurologische Bewertung, Beweglichkeitseinschränkung, Bewegungstest etc.
– Klassifizierung: Derangement, Dysfunktion, Haltung oder sonstige Faktoren.

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